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Wie alles begann - oder: wia ma o’gfangt ham!

Vor ca. 10 Jahren haben wir selbst ein Maislabyrinth besucht. Die Idee hat uns so gut gefallen, dass wir beschlossen, auch so etwas zu machen - aber erst, wenn mehr Zeit vorhanden ist (Stall fertig, Haus fertig, Kinder fertig...).
Doch dann war es soweit: In den Wintermonaten 2002 wurde das erste Labyrinth von Richard geplant und im darauf folgenden Frühjahr in die Tat umgesetzt.
Die ersten Mähversuche mit dem Rasenmähertraktor scheiterten, da der Mäher aufgrund der Steine im Feld kaputt ging. Also wichen wir auf die Motorsense aus.

4 Jahre lang veranstalteten wir das Maislabyrinth. Doch dann wollten wir was Neues ausprobieren und bauten Hanf an. Mit der neuen Pflanze kamen auch neue spezielle Gäste, die sich am Duft der Pflanze berauschen wollten. Einige Besucher konnten es gar nicht fassen, eine solche Menge Hanf vor der Nase zu haben...
Für uns war es auch interessant zu erfahren, was man mit Hanf alles machen konnte: Kleidung, Dämm-Material, Hanfbier, Schokolade, usw.
Das Hanflabyrinth war eine tolle Sache. Nur die Ernte war ein Problem, da sich die Fasern als sehr widerspenstig erwiesen. Sie wickelten sich um den Häcksler und mussten immer wieder mit dem Messer entfernt werden. So blieben wir beim Maislabyrinth....

Zuerst wollten wir nur tagsüber am Samstag und Sonntag öffnen, bis wir erkannten, dass die Nächte im Labyrinth ihren ganz besonderen Reiz haben. Bald fanden die erste Labyrinth-Nächte statt: italienische Nacht, Countrynacht, Gespensternacht. Hier vergnügten sich die Gäste bei Musik und Verpflegung mit der Taschenlampe im Labyrinth. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten. Sie hatten ihren besonderen Spaß in der Gespensternacht und konnten sich von Hexen und Gespenstern im Irrgarten erschrecken lassen.

Natürlich ist das Labyrinth neben der üblichen Arbeit in der Landwirtschaft eine zusätzliche Belastung. Doch es bringt viele neue Erfahrungen mit sich und man lernt neue Menschen kennen. Außerdem ist es schön, Kindern eine Freude zu bereiten.

Nur durch die Hilfe von Freunden und Verwandten ist es uns möglich, die ganze Aktion durchzuführen. Daher an dieser Stelle ein herzliches “Vergelt’s Gott” an alle Beteiligten - auf das wir noch viele Jahre unser Maislabyrinth machen können !!

Making of - oder: wias gmocht wiad!

Das Labyrinth wird in einem Lageplan des Maisfeldes eingezeichnet und dann mit Hilfe von eingeschlagenen Pflöcken und Schnüren ins Feld übertragen. Mit der Motorsense werden die Pfade ausgemäht, wenn der Mais eine Höhe von ca. 30 cm erreicht hat. Das ganze muss man zweimal machen, da der Mais noch einmal nachwächst. Für das Ausmähen der ca. 2 km langen Wege im Labyrinth braucht man ungefähr 2-3 Tage!

ausmaehen making-of-01
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